Das mir der Hund das liebste sei ...

 

 Hunde, Katzen und großes Silvester-Feuerwerk: Wie können wir sie beruhigen?

Hunde und Katzen und ein großes Silvester-Feuerwerk – das ist keine aussichtsreiche Verbindung. Tatsächlich geht die Ankunft des neuen Jahres, gefeiert mit den Geräuschen von Kanonen, Feuerwerk und Raketen, mit dem Verlust und Tod von Haustieren einher, welche den außergewöhnlichen Lärm der Festlichkeiten nicht ertragen. Besonders Hunde sind aufgrund ihrer bekannten Überempfindlichkeit das Opfer von Panikattacken: Sie hören nicht nur Geräusche und nehmen für den Menschen nicht oder kaum wahrnehmbare Laute wahr, sie empfinden auch Geschmack mit höchster Intensität und aus geringer Entfernung.

 

Die meisten Tiere werden davonlaufen oder sich vor Feuerwerk verstecken, selbst wenn sie nicht in unmittelbarer Nähe gezündet werden.

Katzen werden versuchen sich in eine ruhige Ecke zu verkriechen und es ist sehr wichtig, in der Silvesternacht Katzen möglichst im Haus zu lassen und sicher zu stellen, dass sie nicht nach draußen entwischen können.

Organisiere für deine Katze einen sicheren Ort im Haus, aber sperr sie nicht in eine kleine Kammer; besser ist es wenn sie sich ihr kleines Versteck im Haus selbst aussuchen kann

Ziehe die Vorhänge möglichst zu, um Blitzlichter zu minimieren

Schalte Radio oder Fernseher ein, um die Knallgeräusche von draußen ein wenig zu übertönen (den Action-Film im Fernsehen ist die Katze bereits gewohnt)

 

Besonders Hunde sind aufgrund ihrer bekannten Überempfindlichkeit das Opfer von Panikattacken: Sie hören nicht nur Geräusche und nehmen für den Menschen nicht oder kaum wahrnehmbare Laute wahr, sie empfinden auch Geschmack mit höchster Intensität und aus geringer Entfernung.

Aus diesen Gründen ist es unerlässlich, unsere Hunde zu schützen und Maßnahmen zu ergreifen, die den Übergang vom alten ins neue Jahr so wenig traumatisch wie möglich werden lassen:

 

Lass deinen Hund nicht in den Garten, auf den Balkon oder nah an einen Ort, an dem Raketen explodieren

Um Unfälle infolge von Angst (Panikattacken) zu vermeiden, lass den Hund nicht alleine. Es ist wichtig, dass der Hund unsere Anwesenheit spürt, ohne zu fürsorglich zu sein. Denn ein Übermaß an Betüddeln und Aufmerksamkeit könnte er als ein Zeichen für Gefahr verstehen.

Schwäche die Geräusche von draußen ab, indem du den Fernseher ein bisschen lauter stellst sowie Türen und Fenster schließt.

Erlaube deinem Hund, sich zurückzuziehen, wohin auch immer er mag. Wir geben ihm ausnahmsweise die Möglichkeit, sich auch an normalerweise unerlaubten Orten aufzuhalten.

Gehe mit ihm zwischen Silvesterabend und dem Neujahrstag nicht spazieren. Falls du mit ihm doch in der „heißen“ Phase draußen bist, halte ihn unbedingt sicher an der Leine. Bedenke bitte auch zerbrochene Glasflaschen auf den Gehwegen – eine große Verletzungsgefahr beim Spaziergang für Hunde.

Rückzugsmöglichkeiten sind wichtig

Wichtig ist, Katzen und Hunden Rückzugsmöglichkeiten zu bieten, damit sie sich sicher fühlen können. Geschlossene Fenster und heruntergelassene Rollladen dämpfen die Geräusche zusätzlich ab. Außerdem ist die Anwesenheit einer vertrauten Bezugsperson sehr wichtig, wenn diese beim Haustier bleibt und ihm durch einen souveränen und entspannten Umgang Sicherheit vermittelt.

Was ist bei Hunden im Herbst und Winter zu beachten

Hundetipps für Herbst und Winter


Der Sommer ist nun vorbei und langsam bereitet sich die Natur auf den Winter vor. Bäume werfen ihre Blätter ab und ziehen das Wasser aus den Ästen, um bei einsetzendem Frost keinen Schaden zu erleiden. Die Natur zeigt noch einmal wie bunt sie sein kann, damit man sich im Winter bei Einheitsgrau, im besten Fall aber auch im tief verschneiten Einheitsweiß, an die wundervollen Farben des Herbstes zurückerinnert. Nicht nur die Natur bereitet sich auf den Winter vor, auch wir und die in unserem Haushalt lebenden Vierbeiner sollten uns auf den Winter vorbereiten. Hier ein paar Tipps und Ratschläge, wie man am besten durch die ungemütliche Zeit kommt.

 

Können Hunde sich erkälten und was kann ich vorbeugend und auch akut tun?


Ja, ein Hund kann sich auch Erkälten. Hier zeigt er ganz ähnliche Symptome wie wir auch: Husten, Niesen, Triefnase oder auch leichtes Fieber. Zuerst einmal sollte man schon vorab das Immunsystem des Hundes stärken, indem man den Hund regelmäßig an der frischen Luft bewegt und auch ausgewogen ernährt. Bitte achten Sie darauf, dass Ihr Hund nicht friert. Hier kann es je nach Hunderasse auch ratsam sein an einen Hundemantel zu denken. Auf jeden Fall sollten Sie Ihren Hund, falls er nass geworden ist, nach dem Spaziergang sorgfältig abtrocknen. Falls Sie merken dass Ihr Hund während dem Spaziergang friert, sollten Sie den Spaziergang auf jeden Fall abbrechen und Ihren Hund ins Warme und Trockene bringen. Bereiten Sie Ihrem Hund einen angenehm warmen Liegeplatz und vermeiden Sie langes Abliegen auf kalten Untergründen.

Es gibt auch verschiedene Kräuter die bei einer leichten Erkältung dem Hund schnell Linderung verschaffen. Hier können wir das Buch „Kräuterbuch für Hunde“, erschienen im Cadmos Verlag, wärmstens empfehlen. Falls Ihr Hund aber deutliche Anzeichen zeigt, dass es sich um eine ausgewachsene Erkältung handelt, suchen Sie bitte Ihren Tierarzt auf.

 

Muss ich bei der Ernährung meines Hundes etwas beachten?


Grundsätzlich ist natürlich bei einem Spaziergang der Energiebedarf bei sehr tiefen Temperaturen erhöht. Hunde die nur im Freien gehalten werden benötigen hier einen bis zu 80% erhöhten Energiebedarf. Aber heutzutage werden die nur noch wenigsten Hunde im Freien gehalten, aus diesem Grund nicht unnötig die Futtermenge erhöhen. Auch ein Spaziergang bei niedrigen Temperaturen kann mit der Gabe von ein wenig mehr Leckerlies ausgeglichen werden. Was sehr oft sowieso automatisch passiert, da man im Winter öfter geneigt ist seinen Hund zu belohnen als im Sommer.

 

Erhöhte Sicherheit durch bessere Sichtbarkeit.


Die Tage werden kürzer, Nebel tritt vermehrt auf und an manch wolkenverhangenem Tag ist man nicht gut beraten mit dunkler Kleidung spazieren zu gehen. Besonders in den Morgen- und Abendstunden erlebt man es oft, dass urplötzlich ein Hund und dessen Halter aus der Dunkelheit vor einem auftauchen. Dies kann auch den Hund so erschrecken, dass er zum Angriff übergeht, woraus unter Umständen eine sehr gefährliche Situation werden kann. Aber auch für den Hund kann es wichtig sein, von anderen Verkehrsteilnehmern früh gesehen zu werden. Ein Radfahrer, Motorradfahrer oder auch Autofahrer kann gefahren abwenden, durch eine bessere Sichtbarkeit. Dazu gibt es im Handel verschiedene Leuchthalsbänder und für Sie eine reflektierende Jacke, z.B. die Hundehalterjacken von Owney, die schon Reflektoren in die Jacke eingearbeitet haben. Hunde die von Haus aus nicht gut abrufbar sind sollte man auf jeden Fall an der Leine führen. Der Hund kann sich auch in der Dunkelheit noch sehr gut orientieren und Wildtiere aufspüren, die Sie als Halter nicht sehen können. Um Ihrem Hund ein wenig mehr Freiheit zu gönnen, können sie auch mit einer Schleppleine arbeiten.

 

Was ist zu beachten bei Fell und Pfoten.


Bei nicht wenigen Hunden ist die Herbstzeit auch Fellwechselzeit. Dies sollten Sie dem Hund durch regelmäßiges Bürsten erleichtern. Auf zu häufiges Baden sollten Sie speziell im Winter verzichten. Um Erkältungen vorzubeugen dürfen Sie nicht vergessen, den Hund direkt nach dem Spaziergang abzutrocknen und auch gegebenenfalls Eisklumpen zu entfernen.
Besonders die Pfoten sind speziell im Winter häufig durch den Einsatz von Streusalz und Splitt angegriffen. Hier kann es Ihrem Hund helfen, wenn Sie die Pfoten direkt nach dem Spaziergang gründlich reinigen. Am besten spülen Sie die Pfoten mit lauwarmem Wasser ab. Danach hilft es den Pfoten, wenn Sie diese mit spezieller Pfotenpflege eincremen, dies kann auch vor dem Spaziergang ratsam sein, so kann es schon zu gar keinen schmerzhaften Rissen kommen.

 

Vorsicht vor Zecken und Co.


Besonders die Herbstzeit bietet für Zecken ideale Bedingungen, denn sie lieben feuchtes Klima und milde Temperaturen. Hier gibt es aber im Handel gute Mittel, wie zum Beispiel ein Zeckenhalsband oder Zeckensprays. Aber auch die Herbstgrasmilbe kann sich bei Ihrem Vierbeiner einnisten. Zu finden ist die Herbstgrasmilbe in Wiesen und Laubhaufen. Aus diesem Grund sollten Sie auch im Herbst Ihren Hund nach dem Spaziergang noch einmal gründlich an Bauch, Leiste, Ohren und den Zehenzwischenräumen kontrollieren. Sie sind als kleine orangene Punkte erkennbar. Hat sich ein Verdacht bestätigt, dann bitte auf jeden Fall den Tierarzt aufsuchen.

 

Gelenkbeschwerden was ist zu beachten?


Auch beim Menschen kennt man es, sobald das Wetter nasskalt wird, verschlimmern sich Symptome von Gelenkbeschwerden. Dies ist nicht anders bei Hunden. Der Hund kann beim Laufen verstärkt Schmerzen haben, zu sehen an einem schlechten Laufbild. Dies verschlimmert sich dann noch bei besonders niedrigen Temperaturen. Sie sollten aus diesem Grund den Hund eher warm halten und die Spaziergänge verkürzen. Ansonsten sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt um vielleicht eine geeignete Schmerztherapie zu beginnen.

 

 

Darf mein Hund Schnee fressen?


Für den Hund ist Schnee nicht gut, da es dazu führen kann, dass sich die Magenschleimhaut entzündet und dadurch sich eine Schnee-Gastritis entwickeln kann. Der Hund reagiert darauf mit Fieber, Durchfall oder Erbrechen. Aus diesem Grund ist es nicht ratsam den Hund zum apportieren von Schneebällen zu animieren. Des Weiteren kann der Schnee auch mit Streusalz und noch schlimmer mit Frostschutzmittel versetzt sein. Letzteres führt schon bei geringer Konzentration zu Vergiftungserscheinungen

 

 Liebe Haddorfer Hundefreunde.

Stade Haddorf ist von den Hunden zu geschissen.

Das muss sich ändern !!!

 

überall liegt Hundescheiße, sogar mitten auf Gehwegen

möchten Sie da rein treten und sich Schuhe und Hose versauen?

 Ihr Hund wird es nicht entfernen.                   Das müssen Sie machen !!!

                                                                                      Kotbeutelspender

                                                                                                                                   und ab damit in den Abfallbehälter

Was ist schlimmer: Hundekot oder Hundekotbeutel?

Acht Millionen Hunde in Deutschland, 16 Millionen Kot-Haufen täglich - und die schwierige Frage nach der richtigen Entsorgung.

Schätzungen zufolge werden mehr als 500 Millionen Beutel pro Jahr in Deutschland verwendet, die meisten davon landen in der Müllverbrennungsanlage. Denn ein Plastikbeutel mit Hundekot darin ist nicht recyclebar. Und was noch schlimmer ist: Manchem Herrchen oder Frauchen ist selbst das Tragen der Plastikbombe zum nächsten Mülleimer zu viel.

20 Prozent der Tüten werden irgendwo in der Gegend entsorgt.

Alles für den Hund

Gesundheit

Hundehaltern liegt viel an der Gesundheit ihres Tieres. Gegen manche Krankheiten ist man jedoch vollkommen machtlos. So kommt es durch Überzüchtung zum Beispiel zu Knochenproblemen, die Hunde haben dann vor allem Probleme mit ihren Hüften und dem Rücken. Und auch die Erblindung im Alter lässt sich von uns nicht beeinflussen.

 

Dennoch gilt für diese sowie für alle anderen Krankheiten: Der Besuch beim Tierarzt ist der sicherste Weg, um sich über die Gesundheit seines Tieres zu informieren. Bei ersten Anzeichen ruft am besten sofort bei eurem Tierarzt an.

 
Krankheit Anzeichen Behandlung
Bandwurm Im Kot erkennbar regelmäßige Entwurmung
Futterallergie Hautentzündung mit Juckreiz, vorallem an Pfoten, Achseln, Bauch Leisten und Ohren komplette Nahrungsumstellung
Zwingerhusten bellendes Husten, als hätte sich der Hund verschluckt Impfung und/oder Antibiotika
 

… damit es ein schöner Herbst wird und ihre Hunde nicht krank werden

Gefahrenquellen für Hunde

Gefahrenquelle Was kann passieren? Vorsorgemaßnahme
Treppe Welpen können hinunterstürzen! Alte bzw. kranke Hunde verschlechtern ihren Zustand durch ständiges Treppenlaufen Mit Kindergittern absichern oder so sichern, dass ein Hund nicht alleine hoch- bzw. runter kann.
Balkone Gerade mittelgroße – große Hunde neigen dazu sich auf die Hinterpfoten zu stellen um über das Geländer zu sehen. Schnell ist es mit einem kleinen Hüpfer übewunden und ein Sturz vorprogrammiert wenn unten auf der Strasse z.B. der “Erzfeind” aus der Nachbarschaft vorbeiläuft! Mit stabilen Netzen oder Gittern sichern!

 

 

Gartenteiche Ein Welpe oder auch ein alter oder kranker Hund stürzt hinein und kommt von alleine nicht mehr aus dem Wasser heraus! Den Teich mit einem stabilen Zaun umschließen. Kleine Teiche kann man auch mit einer Abdeckung verschließen
Kellerschächte An Hauswänden stellen schlecht sichtbare, unzureichend gesicherte Schächte eine große Gefahr dar: Hunde jeglichen Alters und Größe können hineinstürzen und sich ernsthaft verletzen! Grundstücke bzw. Hauswände immer erst absuchen bevor ein Hund laufen gelassen wird – dies gilt gerade auch für z.B. Urlaubsorte bzw. Orte, an denen man neu ist! Schächte wirklich gut und sicher verschließen; am besten von einem Fachmann
Offene Türen Zuschlagende Türen z.B. durch Zugluft können Hunde egal welchen Alters und welcher Größe ernsthaft verletzen! Türen so sichern, dass sie nicht unkontrolliert zuschlagen können. Abhilfe schaffen hier z.B. Türstopper
Reinigungsmittel
Waschpulver
Chemikalien
Nimmt ein Hund egal welcher Größe und welchen Alters diese Stoffe zu sich kann es zu schwerwiegenden Vergiftungen kommen! Diese Mittel sollten im Haushalt äußerst gut gesichert bzw. eingeschlossen sein! Immer daran denken, dass Hund unter Umständen Türen öffnen können und so in Räume kommen wo diese Mittel eventuell frei zugänglich herumstehen. Ein abschließbarer Putzmittelschrank ist z.B. eine sichere Alternative!
Medikamente
Zigaretten
Bleistifte
Filzstifte etc.
Oftmals lässt man gedankenlos diese Art Dinge im Haushalt herumliegen. Für Hunde kann es interessant riechen und schneller als gedacht sind diese gefährlichen Dinge zerkaut bzw. heruntergeschluckt und führen zu Vergiftungen! Im Umfeld des Hundes keinerlei Dinge herumliegen lassen! Gerade in unbeobachteten Momenten, wenn der Hund alleine ist oder nachts! Medikamente, Zigaretten etc. immer gut verschließen und nicht offen herumliegen lassen.
Pflanzen Bestimmte Pflanzen sind giftig für Hunde! Darauf achten, dass giftige Pflanzen nicht in Reichweite des Hundes vorkommen!
(Eine Ausführliche Liste der Giftpflanzen für Hunde wird demnächst von uns veröffentlicht und hier verlinkt!)
Kleinteile Gerade für Welpen sind Kleinteile wie Kinderspielzeug, Murmeln, Büroklammern, Schnuller, Schnüre/Wolle etc. äusserst gefährlich wenn darauf herumgekaut bzw. Teile heruntergeschluckt werden! Auch hier gilt: immer mit einem wachsamen Blick alles in Reichweite des Welpen bzw. Hundes sichern und nichts herumliegen lassen!
Plastiktüten
Müllsäcke
Hunde schnüffeln nur zu gerne an gebrauchten Tüten. Denn was dort einmal drin was können sie mit ihrer Supernase natürlich riechen. Leider kommt es aber auch dabei immer wieder zu Unfällen bei denen Hunde in den Tüten erstickt sind! Keine Tüten – egal wie groß oder klein sie sind – herumliegen lassen! Der Hund sollte keinen Zugriff darauf haben!
Stromkabel
Ladekabel
Verlängerungsschnüre
Gerade neugierige Welpen, aber auch gelangweilte ältere Hunde suchen sich gerne etwas zum darauf herum nagen. Kabel jeglicher Art werden dabei immer wieder gerne zerkaut und angenagt! Im schlimmsten Falle handelt es sich um angeschlossene Stromkabel. Durch einen möglichen Stromschlag kann es zu schwersten Verletzungen bis hin zum Tode kommen! Werden nicht angeschlossene Kabel angenagt können die heruntergeschluckten Kleinteile (Gummiummantelung, Metallteile) zu inneren Verletzungen und auch Vergiftungen führen! Kabel jeglicher Art sollten gut gesichert werden, gerade wenn ein neuer Hund bzw. Welpe im Haus ist. Bis der Hund gelernt hat das Kabel absolut tabu sind darauf achten, dass der Hund keinen Zugriff darauf hat!
Garage
Schuppen
Kellerräume
Abstellkammern
Gerade in diesen Räumen befinden sich oftmals Werkzeuge, Gegenstände, Giftmittel (z.B. Unkrautvernichter, Schneckenkorn etc.) die dem neugierigen Hund immens schaden können! Schnittwunden durch herumliegendes Werkzeug oder Vergiftungen durch gefressene Chemikalien sind äusserst gefährlich! Diese Räumlichkeiten sollten dringend sehr gut gesichert werden! Am Besten nicht nur VERschlossen sondern richtiggehend ABgeschlossen sein. In diesen Räumlichkeiten hat ein Hund einfach nichts zu suchen. Auch wenn man meint, man holt nur eben schnell etwas sollte der Hund keinesfalls mit hinein da schon eine kurze Unaufmerksamkeit zu schweren Verletzungen führen kann!
Gartenpflege
Rasenpflege
Wird im Garten Dünger (z.B. Rasendünger), Unkrautvernichter, Schneckenkorn etc. verwendet kann der Hund dies entweder fressen oder über die Pfoten / Haut aufnehmen, was zu Vergiftungen führen kann! Den Hund während diese Stoffe im Garten verbreitet werden nicht unbeaufsichtigt lassen! Darauf achten, was der Hersteller des Düngemittels schreibt. Auf den Packungen ist vermerkt, wie lange der Rasen z.B. nicht von Menschen wie Tieren betreten werden sollte. Daran sollte man sich unbedingt halten! Bei Schneckenkorn, Unkrautvernichter etc. auch auf die kritischen Zeiträume achten und den Hund nicht mit den Chemikalien in Kontakt kommen lassen!
Lebensmittel
Süßigkeiten
Essensreste
Es gibt Lebensmittel, die giftig für Hunde sind (siehe LINK), aber auch das Mitfressen von Verpackungsteilen kann gefährlich werden! Selbst leere Verpackungen (z.B. von Chipstüten, Schokoladenpapier etc.) riecht für unsere Hunde noch unglaublich lecker und kann dazu führen, dass es angefressen/aufgefressen wird! Keinerlei Lebensmittel, Süßigkeiten, Verpackungen, Essensreste etc. achtlos stehen lassen! Am besten sofort und immer alles wegräumen – das gilt für alle Familienmitglieder!

Erziehungstipps

 

Die Unterordnung des Hundes

 

 

 

Unterordnung muss sein. Die Hunde selbst haben daran deutlich weniger Zweifel als mancher Hundebesitzer.

Hunde unter sich stellen nämlich immer klar, wer was darf und wer was muss. Manchmal sieht‘s schlimmer aus, als es wirklich ist, wenn Hunde unter sich die Rangordnung ausmachen. Es ist oft mit viel Getöse verbunden und man rempelt sich eben an.

Anders ist es bei Hunden, die sich bereits länger kennen. Sie wissen bereits, was sie voneinander zu halten haben. Da genügen die Haltung, die Bewegungen oder ein Blick, um daran zu erinnern, dass man gerade mit einem ranghöheren zu tun hat.

Es gibt auch Hunde, die ganz selbstverständlich von vornherein von anderen Hunden akzeptiert und als übergeordnete respektiert werden. Solche souveränen Typen von Hunden sind mir mehrere über den Weg gelaufen. Von ihrem Verhalten kann man sich durchaus etwas abgucken.

Die Ruhe zu bewahren, das ist zum Beispiel wichtig. Wer sich von seinem Gegenüber aus dem Konzept bringen lässt, beweist von vornherein nicht nur ein Stück Unsicherheit, sondern auch, dass der andere in irgendeiner Form Einfluss nehmen kann. So etwas lässt sich natürlich nicht mit der Position des Ranghöheren vereinbaren. Wer seine souveräne Handlungsweise bewahrt, der sorgt von vornherein dafür, dass dem Hund sehr geholfen ist, sich richtig einzuordnen.

Hilfreich ist es auch, dem Hund nur dann zu erlauben, voran zu stürmen, wenn wir es so entschieden haben. Beispielsweise wenn Hund und Mensch das Haus verlassen. Dann ist es richtig von dem Hund zu verlangen, dass er Zweiter herausgeht. Auch hat der Hund sich nicht sinnlos auf sein Futter zu stürzen oder uns die Leckerlies aus der Hand zu reißen. Und so lassen sich noch viele Kleinigkeiten mehr finden.

Alles das erleichtert dem Hund die klare Einordnung in die Hierarchie des Mensch-Hund-Rudels, nach der er doch von Natur aus sucht. Denn ein Hund ist, wie ich es schon mehrfach erwähnt habe, auf klare Verhältnisse angewiesen, um innerlich ausgeglichen und zufrieden zu sein.

In solchen Verhältnissen – und nur dort – wird jeder Hund freiwillig bestrebt sein, den Wünschen seiner Menschen gerecht zu werden. Damit ist ein Urgrund für den so oft vermissten Gehorsam ausgeräumt. Und gleichzeitig hat das Wort Unterordnung das unterschwellig Fiese aus seiner Bedeutung verloren. Denn diese klare Unterordnung, die keinesfalls auf Gewalt beruht, erzeugt die größtmögliche Harmonie zwischen Mensch und Hund.

Mein Hund bellt ständig!

Bellen: Machen Sie auch diesen Fehler?

Der größte Fehler, den wir Hundeliebhaber beim Bellen aus Versehen machen, ist, dass der Hund den Eindruck hat, das wir ihn nicht schimpfen, wenn er bellt, sondern loben!

Das heißt:

Wir denken vielleicht, dass wir negativ auf ihn einwirken, er empfindet unser „Schimpfen“ aber als angenehm.

Woran können wir das feststellen?
Zum Beispiel daran, dass er weiterbellt und mit der Rute wedelt.
Das zeigt nämlich an, dass er Spaß hat.

In diesem Fall haben wir das Bellen unseres Hundes positiv vertärkt.

Mit anderen Worten: 
Wir haben in dazu ermutigt weiter zu bellen.

Für unseren Hund stellt sich das so dar:
Er bellt und „bellen mit“ und kümmern uns um ihn. Viele Hunde wollen durch das Bellen nämlich nur Aufmerksamkeit erringen und dieses Ziel hat er damit erreicht.

Das verbucht er dann natürlich als mächtigen Erfolg! Und wird es immer wieder tun…

… wenn wir hingegen verhindern wollen, dass unser Hund weiterbellt, dann müssen wir etwas tun, was er als unangenehm empfindet. 

Wenn wir das richtig machen, können wir sogar erreichen, dass unser Hund sogar dann nicht bellt, wenn er alleine zu Hause bleiben muss.

Das muss natürlich geübt werden und wie man das am besten macht, das zeige ich Ihnen jetzt.

Bellen: 
Was ich noch darüber wissen sollte…

Es gibt einige Hunde, die tendieren dazu, oft und viel zu bellen. Wenn wir das unterbinden möchten, müssen wir dem Hund klar machen, dass er sich Ärger mit uns einhandelt, wenn er bellt.

Ich würde Ihnen empfehlen, zunächst ein Anti-Bell-Kommando einzuführen, zum Beispiel "Ruhe". 

Und so geht's:

Wir geben das Kommando und wenn unser Hund dann weiterbellt (was er am Anfang natürlich machen wird), dann muss es unangenehm für ihn werden.

Übrigens:
Kein Hund wird das Bellen aus Vernunftsgründen sein lassen, sondern nur, weil er weiß: Herrchen will das nicht!

Ist er dann ruhig, dann ist eine Belohnung fällig. Und die unangenehme Einwirkung muss sofort aufhören.

Welche unangenehmenen Dinge könnten wir uns einfallen lassen?

Manchmal reicht schon ein strenger Blick. Wir könnten aber auch in die Hände klatschen, unserem Hund das Maul zuhalten oder, wenn es gar nicht anders geht, ihm mit einer Wasserpistole einen kleinen Spritzer auf die Nase geben, damit der Hund irritiert ist. 

Und wenn er dann ruhig ist, dann sind wir sofort wieder locker und entspannt und loben ihn.

Ja, so können wir unserem Hund das Bellen abzugewöhnen. 

 

Wenn der Hund

     anspringt

Anspringen

Anspringen: Machen auch Sie diesen Fehler?

Der größte Fehler, den wir Hundeliebhaber beim Anspringen machen können, ist, dass wir es unserem Hund manchmal erlauben, uns (oder andere Personen) anzuspringen und manchmal NICHT.

Das Tückische dabei ist, dass wir diesen Fehler leicht machen können, ohne es überhaupt zu merken.

Denn manchmal stört es uns ja garnicht, wenn unser Hund uns anspringt – und vielleicht freuen wir uns sogar über die begeisterte Begrüßung unseres Vierbeiners. Und diese Freude bekommt unser Hund natürlich mit … 

… aber an einem anderen Tag passt es uns vielleicht garnicht. Vielleicht tragen wir eine teurere Kleidung oder es hat geregnet und der Hund ist nass und wir möchten lieber NICHT, dass unser Hund uns anspringt. 

Verstehen Sie, worauf ich hinaus will?

Unser Hund versteht diesen Unterschied nicht. Er ist schlicht und einfach nur verwirrt. Hunde denken schließlich nicht in den Kategorien Freizeitkleidung, chic, teuer, billig, etc. oder Regenwetter oder trockenes Wetter.

Nun… das Einzige, das ihm bleibt, ist Verwirrung. Mal freuen wir uns, wenn er uns anspringt und mal eben nicht! 

Aber das ist ja noch nicht alles ...

… denn es kommt ja noch hinzuzu, dass es einige Personen gibt, denen es nichts ausmacht, die sich ebenfalls freuen, wenn er sie zur Begrüßung freudig anspringt und andere mögen es eben überhaupt nicht und gehen gleich an die Decke.

Auch hier haben unsere Vierbeiner natürlich keine hellseherischen Fähigkeiten.

Angenommen Ihr Hund ist gewöhnt, dass er Sie anspringen darf, woher soll er wissen, dass es beim Besuch verboten ist?

Oder noch komplizierter… wenn sich ein Besucher über die freudige Begrüßung des Kleinen freut (Jubelrufe: „Oh, der ist ja sooo süß“), woher soll Ihr Vierbeiner dann wissen, dass es der nächste Besucher vielleicht auf KEINEN Fall möchte? Oder auch der Fremde auf der Straße?

Richtig…

… er kann es nicht wissen.

Und das zu erwarten wäre sicherlich nicht hundegerecht und ganz sicher zu viel verlangt.

Was können wir also tun?

Schlicht und einfach dies: 
Das Anspringen konsequent zu untersagen, falls wir es nicht möchten. 

Wie können wir dies erreichen?

Indem wir ein Anti-Anspringkommando (zum Beispiel „Runter“ oder „Ab“) einführen und so lange üben, bis unser Hund - sobald er das Kommando hört - jegliche Anspringversuche unterlässt. 

Nun…

… das „Nicht-konsequent-sein“ sollten wir ab jetzt vermeiden.

Und natürlich gibt es zum Anspringen bzw. nicht Anspringen noch viel mehr zu sagen. Damit Sie dafür in Zukunft gewappnet sind, hier wieder einige Hintergrundinformationen.

Anspringen: 
Was ich generell noch darüber wissen sollte…

Wir Menschen stehen ja auf zwei Beinen und sind aus Sicht unseres Hundes ziemlich groß. Wenn er uns also anspringt - um sozusagen zu uns hoch zu kommen - ist das aus seiner Sicht eigentlich eine sehr  schöne Geste. 

Aber viele Leute möchten das eben nicht und deshalb ist das oben bereits angesprochene Kommando so sinnvoll. Es ist dem Verbotskommando ganz ähnlich.  

Und so geht das Üben:

Sie könnten sich zum Beispiel fröhlich auf die Brust klopfen, bis ihr Hund zu ihnen hochspringt. Dann sagen Sie „Runter“, schieben ihn  runter und loben ihn dann! Und zwar dafür, dass er runtergegangen ist. Wichtig: Er wird also nicht etwa dafür bestraft, dass er vorher hochgesprungen ist. 

Achten Sie darauf, das Kommando „Runter“ oder „Ab“ am Anfang sehr energisch zu geben. Damit der Hund auch wirklich versteht: Wenn dieses Kommando kommt, dann will Herrchen mich nicht mehr hier oben haben.

Und irgendwann wird er gar keine Lust mehr haben, hochzuspringen, weil er gemerkt hat, Herrchen sagt ja immer „Runter“ und drückt mich dann runter. 

Wenn es nicht auf Anhieb klappt, dann machen Sie es Ihrem Hund ein wenig unangenehmer:

Über die Schnauze greifen oder mal kurz am Ohr ziehen oder den Hund einfach nur wegschieben (bei sensiblen Hunden reicht das meistens bereits). 

Wovon ich Ihnen dringend abraten würde ist eine Methode, die manchmal noch propagiert wird, nämlich dem Hund auf die Hinterpfoten zu treten. Das ist gefährlich für die Pfoten des Hundes und für uns Hundeliebhaber unakzeptabel. Also tun Sie das bitte nicht.

Und wenn das Kommando "Runter" bei Ihnen selbst klappt, dann üben Sie es auch mit anderen Personen. Natürlich nur mit solchen, die die Übung kennen und "freiwillig" mitmachen. Sobald Ihr Hund diese Person anspringt, geben Sie wieder das Kommando „Runter“. 

Und dann loben entweder Sie Ihren Hund oder auch Ihr "Helfer" kann das tun.

 

 

Der Sommer ist leider                      zu Ende

Was ist bei Hunden im Herbst und Winter zu beachten

 

Hundetipps für Herbst und Winter

Herbst und Winter, die nasskalten Jahreszeiten, fordern das Immunsystem der Hunde. Vor allem für kurzhaarige, kurzbeinige, junge, kranke und alte Hunde können so manche Tage ein wahres Hundewetter sein. Wie Sie Ihrem Vierbeiner diese Zeit erleichtern können, erfahren Sie hier.

Nass, kalt, grau

Zeigt sich der Herbst an den Blättern der Bäume auch in seiner schönsten Farbenpracht, ist der Himmel nicht selten ein grauer Vorhang. Schon ab 17 Uhr wird es spürbar dunkler. Ab 19 Uhr können Sie bereits das Licht im Wohnzimmer anschalten. Hinzu kommt die Kälte, die nicht nur Ihnen zu schaffen macht.

Licht ins Dunkel bringen

Leuchthalsband mit Reflektoren | Bild: Trixie
Leuchthalsband mit Reflektoren 

Gehen Sie im Herbst mit Ihrem Hund zu Ihrer festgelegten Uhrzeit Gassi, wird sich Ihnen ein anderes Bild bieten als im Sommer. Durch das Grau-in-Grau beschränkt sich die Sichtweite erheblich. Was Sie im Sommer klar erkennen konnten, wirkt verschwommener. Nicht anders ergeht es den Autofahrern bei diesen Lichtverhältnissen. Besonders Straßenränder werden unschärfer wahrgenommen. Die Fahrbahn kreuzende Tiere werden oft erst erkannt, wenn es zu spät ist. Diese Situation lässt sich vermeiden, wenn Sie dafür sorgen, dass die Tiere rechtzeitig gesehen werden. Dafür tragen Reflektorstreifen oder selbstleuchtende Halsbänder Sorge.

Reflektorstreifen

Reflektorstreifen bestehen aus Mikroglasperlen, die das auftreffende Licht zurückwerfen (reflektieren). Dabei wird das Licht so oft gebrochen, dass es direkt zur Lichtquelle (zum Beispiel Scheinwerfer etc.) zurückgeworfen wird. Die Mikroglasperlen werden anschließend mit Folie beklebt und zu einem einheitlichen Reflektorstreifen. Reflektor-Halsbänder, zum Beispiel aus Nylon, sind also Halsbänder mit eingenähtem Reflektorstreifen.

Leuchthalsring/Leuchthalsband

Leuchthalsringe tragen Ihre Hunde zusätzlich zum Halsband. Leuchthalsbänder sind Halsbänder mit Leuchtdioden. In der Praxis werden die beiden Begriffe selten auseinander gehalten und synonym behandelt. Ein Leuchthalsring oder ein Leuchthalsband arbeiten immer mit Energie. Es besteht aus einer Hülle mit eingefassten Lämpchen (Leuchtdioden) und dem Batteriefach. Heutzutage werden am häufigsten LED verwendet. Die Energie erhalten die Leuchtdioden über Akkuoder Batterie. Einige Akkus lassen sich über USB aufladen.

Hund mit Leuchthalsring | Bild: edinger
Auch im Dunkeln zu erkennen: Hund mit Leuchthalsring 

Oft können Sie wählen zwischen Blinklicht und Dauerlicht. Laut VDH-Vorstandsmitglied Udo Kopernik, sind Blinklichter mit Vorsicht zu genießen. Das kurze Aufleuchten der Leuchtdioden könnte Hunde auf lange Sicht nervös machen und schlimmstenfalls Epilepsie verursachen. Langjährige Untersuchungen gibt es für diese These noch nicht. Als Argument wird der Mensch herangezogen, bei dem die oben genannten Symptome bei dauerhaft blinkendem Licht bereits beobachtet wurden. Im Zweifel greifen Sie zum Leuchthalsband oder Leuchthalsring mit Dauerlicht.

Hinweis: Entscheiden Sie sich für ein Leuchthalsband, prüfen Sie es auf Wasserdichtigkeit. Gerade im Herbst sind Regen und Graupelschauer allgegenwärtig. Außerdem springen große wie kleine Hunde gern einmal durch Pfützen oder in Wasserlachen. Kann Wasser in das Batteriefach eindringen, gelangt Feuchtigkeit an die Kontakte der Lämpchen und wie wasserdicht ist das Halsband, wenn Sie den An- und Ausknopf drücken – das sind Fragen, die Ihnen dabei helfen, herauszufinden, ob ein Leuchthalsband wasserdicht ist.

Warnweste für den Hund | Bild: Trixie
Warnweste für den Hund

Beim Gesehenwerden ist ein Mehr auch mehr. Wenn Ihnen bei sehr schlechten Sichtverhältnissen das Leuchthalsband nicht mehr ausreichend erscheint, können Sie Ihrem Hund optional eine Warnweste anlegen. Bei diesen Westen ist die Reflektorfläche wesentlich größer als bei einem Halsband. Reflektierende Hundeleinensind ebenfalls im Handel erhältlich. Diese wirken wie ein leuchtender Wegweiser zum Hund.

Spaziergang den Temperaturen anpassen

Im Herbst lässt die Kraft der Sonne nach. Die kalten Zeiten brechen an. Luft wie Boden werden kühler und feuchter. Im Interesse Ihres Hundes sollten Sie daher auch Ihre Gassirunde dem Wetter anpassen. Nach der täglichen Toilette laufen die Hunde gern noch weiter, wobei sie sich selten Gedanken über ihren Gesundheitszustand machen. Dafür sind schließlich die Hundebesitzer zuständig. Doch wie lange Hunde Gassi gehen sollten, ist von vielen Faktoren abhängig, allen voran von der Rasse, dem Alter und dem Gesundheitszustand des Hundes.

Neben einer möglichen Erschöpfung durch zu viel Laufen, was zu jeder Jahreszeit und besonders im Sommer möglich ist, droht dem Hund im Herbst und Winter eine Unterkühlung. Diese kann zum Kreislaufzusammenbruch führen. Unterkühlung beim Hund entsteht, wenn seine Körpertemperatur unter 38°C sinkt. Im Vergleich zum Menschen haben Hunde also eine höhere Körpertemperatur. 36°C bis 37°C, wie bei einem gesunden Menschen üblich, sind deutlich zu wenig für einen Hund.

Gassi gehen im Regen | Bild: Gina Sanders fotolia.com
Gassi gehen im Regen

Ein Warnzeichen für Unterkühlung ist Zittern. Wie auch beim Menschen entsteht das Zittern beim Hund durch Muskelkontraktion. Der Körper produziert durch Bewegung der Muskeln Bewegungsenergie, die er in Wärme umsetzt, um die lebenswichtigen Organe vor Unterkühlung zu schützen. Dabei werden andere Körperteile vernachlässigt. Ein weiteres Warnzeichen ist daher auch das Erkalten von Ohren,Schwanz und Pfoten. Ist dieser Zustand erreicht, ist es höchste Zeit, den vierbeinigen Gefährten ins Warme zu schaffen. Auch das Ziehen an der Leine in die entgegengesetzte Richtung kein ein Indiz sein. Der Hund will auf demselben Weg zurück, auf dem Sie hergekommen sind: dem Weg nach Hause.

Vor allem kurzhaarige und kurzbeinige Rassen sind schlecht vor Unterkühlung gefeit. Den Kurzhaarigen fehlt das Unterfell (Unterwolle), das sie vor Kälte schützen soll. Die Kurzbeinigen sind viel zu nah am kalten Boden und vor allem im Bereich Nieren, Bauch und Blase gefährdet. Da Welpen eine höhere Körpertemperatur benötigen, sind auch sie schnell unterkühlt. Alte und kranke Hunde sollten aufgrund ihres geringeren Energiehaushaltes ebenfalls vor Unterkühlung geschützt werden.

Jack Russell im Winter | Bild: satura_ fotolia.com

Für kurzhaarige, kurzbeinige, kleine, junge, alte und kranke Hunde gibt es wärmende Hundemäntel. Bei der Auswahl sollten Sie jedoch einige Details beachten, zum Beispiel:

  • Ist der Mantel wasserdicht?
  • Passt die Größe?
  • Gibt es eine Anleinoption (Geschirr) oder liegt das Halsband frei?
  • Schränkt der Mantel die Bewegungsfreiheit des Hundes ein?
  • Speziell bei kurzbeinigen Hunden: Ist der Bauchbereich gut gefüttert?
  • Sichtbarkeit: Ist der Mantel mit reflektierenden Flächen versehen?

Aber auch langhaarige Rassen können eine Unterkühlung riskieren, nämlich dann, wenn das Fell seine Schutzfunktion einbüßt, sei es durch langanhaltenden Regen, Eisregen, eine Schneewanderung oder einen spontanen Sprung ins nächstgelegene Gewässer.

Tipp: Sind Sie unsicher, wie lange Sie mit Ihrem Hund an den kühleren Tagen hinausgehen sollten, beschränken Sie die Dauer und gehen Sie dafür pro Tag öfter Gassi. Achten Sie ebenfalls darauf, dass der Hund in Bewegung bleibt. Langes Sitzen oder Liegen auf kaltem und feuchtkaltem Boden sollten Sie bei ihm gänzlich vermeiden. Schnell kann dies zu Atemwegserkrankungen oder Blasenentzündungen führen.

Nach dem Gassigehen Hund trocknen und säubern

Nach dem Spaziergang im feuchtkühlen Herbst und insbesondere im eisigen Winter ist es ratsam, den Hund trocken zu rubbeln und seine Pfoten zu säubern. Im trockenen, warmen  Zustand erreicht die Körpertemperatur schnell wieder ihren Normalbereich. Sollte Ihr Hund unterwegs eine längere Zeit gezittert haben, kann es empfehlenswert sein, ihn zuhause in eine warme Decke zu wickeln und ein Wärmekissen dazu zu legen. Bei Verdacht auf starke Unterkühlung sollten Sie außerdem die Körpertemperatur messen und Ihren Hund beobachten. Im Zweifel kann Ihnen der Tierarzt sagen, ob Ihr Hund Folgeschäden davongetragen hat oder sich wieder gänzlich erholt.


Sind Sie über enteiste Gehwege und Straßen gelaufen, ist es ratsam, die Pfoten Ihres vierbeinigen Gefährten besonders gründlich zu säubern. Nicht selten wird Streusalzzum Enteisen der Wege verwendet. Streusalz wirkt ätzend und schädigt den BallenRollsplitt kann aufgrund der scharfen Kanten ebenso den Ballen verletzen. Säubern und trocknen Sie die Pfoten vorsichtig mit einem Tuch. Chemische Mittel sind dafür nicht notwendig.

Streusplitt behandelter Straße | Bild: Pezibear

Hinweis: Behandeln Sie die Pfoten Ihres Hundes, bevor er es tut! Leckt sich der Hund Streusalz von den Pfoten, gelangt das Salz in seinen Organismus und kann dort je nach Menge großen Schaden anrichten. Im leichten Fall könnte dies zu kurzzeitigen Verdauungsproblemen führen. Im schlimmsten Fall erleidet Ihr Hund eine Gastritis (Magenschleimhautentzündung). Auch nicht zu unterschätzen ist das Schneefressen, besonders an Straßen. Im Schnee könnten Schadstoffe sein, angefangen mit Streusalz bis hin zu ausgelaufenem Frostschutzmittel. Das enthält Ethylenglycol und kann Ihren Hund vergiften.

Gegen das Einnehmen von Frostschutzmitteln hilft nur das rechtzeitige Eingreifen. Hat der Hund es schon eingenommen, sollten Sie dringend den Tierarzt aufsuchen. Bis zum Tierarzt unterstützen Kohletabletten dabei, die drohende Vergiftung eine kurze Zeit zu verlangsamen.

Gegen Rollsplitt oder Streusalz an den Pfoten gibt es eine Lösung in Form von Schutzstiefeln. Gerade beim Gassigehen in der Großstadt lässt sich das Belaufen auf durch Streusalz enteisten Wegen nicht immer vermeiden. Hat Ihr Hund stark empfindliche Pfoten oder haben sich bereits Risse im Ballen gebildet, ist das Anziehen von Schutzstiefeln oder Schutzsocken ratsam.

Schutzstiefel/Schutzsocken für den Hund | Bild: Trixie

Das Tragen dieser für den Hund oft als unangenehm empfundenen Fremdkörper sollte noch vor dem Gassigehen ausprobiert und wenn nötig antrainiert werden. Ansonsten kann es passieren, dass Ihr Hund den Pfotenschutz schnell wieder auszieht. Verbinden Sie das Anziehen mit dem Geben eines Leckerlis, so lassen sich Schutzstiefel mit etwas Angenehmem assoziieren.

Ernährung

Für den Erhalt der geregelten Körpertemperatur benötigt der Hund an kühleren Tagen ausreichend Energie und auch das Immunsystem muss mit mehr Energie versorgt werden, um Viren und Bakterien effektiv zu bekämpfen. Außerdem verbraucht der Fellwechsel ebenfalls Energie. Unterstützen können Sie die Gesundheit Ihres Vierbeiners mit energiereicher und vitaminreicher Ernährung.

Dies erreichen Sie mit eiweißreicher KostFetten und Omega-3- sowie Omega-6-Fettsäuren. Eiweiß besteht aus Aminosäuren, die für den Muskelaufbau und für die Stärkung des Immunsystems eine hohe Relevanz besitzen. Tierische und pflanzliche Fette sorgen für Energieschub, während Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren eine wichtige Funktion für den Stoffwechsel und das Immunsystemhaben. Omega-6-Fettsäuren sind in Fleisch zu finden, Omega-3-Fettsäuren in Fischund Fischöl.

Hundefutter aus Fleisch, Fisch, Gemüse
Hundefutter aus (gehacktem) Fleisch, Fisch, Gemüse 

Vitamine unterstützen unter anderem das Immunsystem (A, C), das Nervensystemund das Körperwachstum (A), den Knochenaufbau (D) sowie Haut und Fell (A). Die hier aufgeführten Vitamine sind fettlöslich. Damit sie ihre Funktion erfüllen, sollten Sie das mit diesen Vitaminen angereicherte Futter mit Öl, Fischöl oder Leinöl, vermischen.

Hinweis: Ein Zuviel an Vitaminen kann zu einer Vitaminvergiftung (Hypervitaminose) führen. Während Vitamin C zum Beispiel wieder ausgeschieden werden kann, reichert sich Vitamin A in der Leber an. Überdosierung von Vitamin A kann zu Hirntod führen und Missbildungen hervorrufen, ein Zuviel an Vitamin D führt zu Nierenschäden durch Kalkablagerungen, Vitamin-C-Überdosierung führt zu Unwohlsein durch Übersäuerung des Magens. Bevor Sie Nahrungsergänzungsmittel oder Vitaminpräparate zusätzlich für die Ernährung Ihres Hundes in Betracht ziehen, sollten Sie daher einen Tierarzt um Rat fragen.

Intelligenter Zeitvertreib

Der Gassigang ist bei Wind und Wetter erforderlich. Das Toben muss aber nicht zwingend draußen stattfinden. Tiere können auch in der warmen Stube unterhalten werden. Da eine besonders starke Motivation das Futter ist, versuchen Sie es mit Futter-Suchspielen. Legen Sie das Futter in ein ausrangiertes ungiftiges Spielzeug und lassen sie den Hund das Spielzeug suchen. Ihr Spürhund wird nun mit seiner Spürnase das Futter im Spielzeug wittern und sich alsbald auf die Suche und die Eroberung machen.

Hund spielt mit Stofftier | Bild: Patrick Daxenbichler fotolia.com
Hund spielt 

Haben Sie einen langen Korridor, machen Sie daraus einen Parkour. Alles was Sie benötigen, sind Tische, Stühle oder Kisten, unter oder über die Ihr Vierbeiner tollen wird. Für ein besonders aufregendes Erlebnis können Sie Ihren Parkour mit einer Decke verhüllen und Ihr Spielgefährte wird sich wie in einem Tunnel fühlen.

Weitere beliebte Spiel- und Trainingseinheiten finden Sie zum Beispiel in Zerrspielen. Befestigen Sie präparierte Socken oder ausrangierte Handtücher leicht an festen Objekten und lassen Sie den Hund daran ziehen. Besonders bei Zerrspielen sollten Sie jedoch auf Sicherheit achten. Kann etwas durch die Bewegungen des Hundes nach unten fallen? Ist das Objekt für das Zerrspiel geeignet?

Herbst und Winter sind ebenfalls gute Gelegenheiten die alten Kommandos aufzufrischen oder neue auszuprobieren, wie zum Beispiel ein Stofftier zu apportieren. Es muss nicht immer das Stöckchen sein.